Gestern hat wohl das wichtigste Spiel für die Damen des EHC Palaoro Lustenau stattgefunden. SC Celerina war zu Gast in Lustenau, 3 Punkte führten die Ladies aus der Schweiz in der Tabelle vor den Vorarlbergerinnen und nur noch 2 Spiele waren offen in der Schweizer Meisterschaft der LKC1.
Die Truppe um Martin Vidmar wusste, mit einem Sieg können sie den ersten Platz einnehmen und sich somit eine gute Ausgangslage schaffen für das letzte Spiel kommenden Sonntag.
Von Beginn an versuchten beide Mannschaften Druck zu machen. Die Nervosität war zu Beginn nicht ganz in den Griff zu bekommen und die Wildcats hatten Mühe ins Spiel zu finden. Allerdings bereits nach 59 Sekunden erzielte Lisa Schwinger den ersten Treffer.
Von da an nahm das Spiel seinen Verlauf; bereits 2 Minuten später erzielte Birgit Dietrich auf Pass von Sarah Hois das 2:0. Beide Mannschaften kämpften, Celerina wollte unbedingt an die Führung der Heimmannschaft aufrücken und die Lustenauerinnen versuchten dies zu verhindern. Immer wieder gab es gute Chancen auf beiden Seiten, doch bis zur 14 Minute passierte nicht viel, dann gelang allerdings den Gästen der Anschlußtreffer. Mit einem Stand von 2:1 ging es in die erste Pause.
Das zweite Drittel begann Lustenau in Unterzahl, ließen den Schweizerinnen aber im Powerplay keine Chance. Zurück von der Strafbank gelang Lisa Schwinger in der 23 Minute das 3:1 und nur 5 Minuten später schoß Julia Hagen auf Pass von Angelika Sohm das 4:1. Guter Start im 2 Abschnitt; es schien als hätten die Wildcats die Gäste im Griff, doch man wurde ein bisschen nachlässig und vergass, dass das Spiel 60 Minuten geht. Man ließ Celerina zu viel Raum, was in der 36 Minute zum 4:2 führte und kurze Zeit später konnten sie sogar auf 4:3 aufrücken; mit diesem Stand ging es auch in die zweite Drittelpause.
Die Ausgangslage war mit einer Führung nicht schlecht, doch noch waren 20 Minuten zu spielen, bevor die Wildcats endgültig jubeln konnten. Im Schlußdrittel wurde es nochmal richtig spannend. Beide Mannschaften kämpften und wollten unbedingt gewinnen. Die Lustenauerinnen versuchten eher defensiv zu spielen, um so kein Tor zu bekommen und die Führung beizubehalten. Gute Chancen konnten trotz verstärkter Defensivarbeit gut herausgespielt werden und somit schoss Maria Casa (Birgit Dietrich) in der 48 Minute das 5:3. Ein kleines Polter das bis zur 55 Minute anhielt, denn da gelang Celerina der Anschlußtreffer. Mit einem Timeout versuchten die Coaches der Wildcats ihr Team in der Bahn zu halten und für die letzten 5 Minuten zu motivieren, in denen die Lustenauerinnen versuchten Celerina gar nicht mehr ins Spiel kommen zu lassen. Dies gelang sehr gut und somit stand es nach spannenden 60 Minuten 5:4 für Lustenau.
Nun sind Lustenau und Celerina punktegleich, durch das bessere Torverhältnis und die direkten Begegnungen sind die Wildcats aber auf dem ersten Platz.
Kapitän der Wildcats Julia Hagen nach dem Spiel: „Das war wohl das wichtigste Spiel in dieser Saison. Wir arbeiten die ganze Saison darauf hin, dass wir am Ende die Meisterschaft in unserer Liga gewinnen und das Spiel am Sonntag war sehr wichtig. Wir waren sehr nervös am Anfang, weil wir wussten, dass wir gewinnen müssen. Das erste Drittel lief halbwegs gut, obwohl wir anfangs Probleme hatten ins Spiel zu kommen und nachdem wir 4:1 führten, haben wir uns ein bisschen ausgeruht. Doch wir haben uns immer wieder neu motiviert und ich glaube am Ende hat die Mannschaft gewonnen, welche es MEHR wollte. Beide Mannschaften waren sehr ehrgeizig und wollten unbedingt gewinnen; es war ein harter Kampf doch am Ende haben wir mit viel Teamgeist gewonnen. Ich bin sehr stolz auf uns.“
EHC Wildcats Lustenau – SC Celerina 5:4 (2:1, 2.2, 1:1)
Rheinhalle, Lustenau, 59 Zuschauer
Torfolge: 1:0 Schwinger (01), 2:0 Dietrich B. (03), 2:1 Micheli (14), 3:1 Schwinger (23), 4:1 Hagen (28), 4:2 Micheli (36), 4:3 Maier (38), 5:3 Casa (48), 5:4 Gerber (55)
Kommenden Sonntag findet das letzte Spiel in der Schweizer Meisterschaft statt. Gewinnen die Wildcats dieses Spiel, dann können die Lustenauerinnen erstmals die Schweizer LKC Meisterschaft gewinnen.



„Die erste Meisterschaft haben wir geschafft für diese Saison; Schweiz und Tirol sind noch ausständig. Dadurch, dass einige von uns 5 Jahre mehr Erfahrung haben, haben es viele schon erwartet, dass wir die Meisterschaft gewinnen. Doch auch wir hatten teilweise zu kämpfen, denn Rankweil und auch Feldkirch waren in der Defensive sehr gut und haben es uns nicht leicht gemacht. Ich finde auch, dass beide Mannschaften sich wirklich gesteigert haben. Es ist immer schwieriger gegen schwächere Mannschaften zu spielen, zudem haben wir auch wirklich allen Anfängerinnen die Chance gegeben Meisterschaftsluft zu schnuppern und die Fortgeschrittenen haben abwechslungsweise pausiert. Auch wenn es schlussendlich alle erwartet haben, wir sind sehr stolz, dass wir den ersten „Vorarlberger Meister” geholt haben, so Trainer Martin Vidmar

